Willkommen in Berlin-Karow
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Attraktive Ringerinnen zeigen es allen: Haare ziehen oder beißen sind streng verboten!

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Ringerinnen
Pia Joseph, Laura Ibsch
Telefon:01 62/2 54 86 88
E-Mail:Lucas.fauth@gmx.de

Starke Mädchen

Stand: März 2020

Die so ziemlich stärksten Mädchen von Norddeutschland wohnen in den Berliner Ortsteilen Buch und Karow. Dabei können sie noch viel mehr, als Konkurrentinnen niederringen: Sie überzeugen mit Witz und weib­lichem Charme!

Pia Joseph, 17, und ihre Freundin Laura Ibsch, 18, gewannen in einem dramatischen Kampf jeweils Gold bei den Norddeutschen Meisterschaften im Freistil-Ringen. Laura Ibsch gelang damit ein absoluter Überraschungserfolg.

Gold mit Armbruch
Mit gerade mal knapp zwei Jahren Training in dem Sport, der früher eine Männerdomäne war, gelang ihr ein überaus eindrucksvoller Rekord.
Im Kampf kam es allerdings zu einer schmerzhaften Verletzung, die sich später als Armbruch herausstellen sollte. Dennoch wollte sie nicht einfach aufgeben, was ihr schließlich die begehrte Medaille einbrachte.

Landestrainer
Ihrer attraktiven Freundin Pia Joseph aus Buch gelang der Sprung aufs Siegertreppchen nach fünf Jahren Training. Beide hatten das Glück, in Lucas Fauth einen talentierten Trainer zu haben. Dies allerdings wurde ihnen nun zum „Verhängnis“. Der 23-Jährige wurde zum Landestrainer berufen und hat damit seinen Arbeitsplatz in Frankfurt/Oder.
„Ich bin in ganz Deutschland unterwegs und maximal einen Tag in Berlin-Buch, wo ich wohne. Also blieb mir nichts anderes, als meine ehrenamt­liche Tätigkeit hier aufzugeben. Da mein Nachfolger unerwartet aufhörte, wurde unsere erfolg­reiche Ringerabteilung leider aufgelöst“, erklärt er.

Brutale Mädchen?
Dabei ist er sichtlich stolz darauf, dass sich neben den männlichen Ringern wie dem erfolgreichen Nachwuchs-Talent James Schreiner, der letztes Jahr bei den Meisterschaften in Karow Mitteldeutscher Meister wurde, in der Region zunehmend Mädchen für diesen Sport interessieren: „Die wollen sich stark fühlen. Beim Ringen können sie das geordnet machen. So ist hier alles, was weh tut, wie Haare ziehen, kneifen oder beißen, verboten. Erstaun­licherweise sind Mädchen bei diesem Sport viel brutaler als Jungs. Ich habe immensen Respekt, gegen weibliche Gegner anzutreten“, beleuchtet Lucas Fauth ungewöhnliche Aspekte. Übrigens kann man Ringen bereits mit fünf Jahren beginnen. „Es ist ein sehr komplexer Sport, der viel Abwechslung bietet. Hier kommen Kraft, Elemente aus dem Turnen, Gelenkigkeit, Koordination sowie schnelles Reagieren und die Kunst, den Gegner richtig einzuschätzen, um ihm möglichst zuvorzukommen, zusammen“, beschreibt er.

Direkt statt zickig
Pia Joseph und Laura Ibsch konnten dadurch sogar ihre Freundschaft wieder aufleben lassen. „Wir waren erst zusammen auf der Grundschule, haben uns dann aber aus den Augen verloren. Beim Ringen sind wir wieder aufeinander getroffen. Wenn wir gegeneinander kämpfen, ist dies immer besonders prickelnd, weil ja jede genau die Stärken und Schwächen der anderen kennt.“ Da Ringen mit Partner durchaus üblich ist, müssen sich die Lebensgefährten also auf einiges einstellen: „Mein Freund Philipp Ruprecht ist Maschinenführer. Er schätzt an mir sehr, dass ich bodenständig bin und nicht so ein zickiges Püppchen mit Plastikfingernägeln. Als Fußballer mag er es direkt“, gibt Laura Ibsch Einblick. Dennoch hat sie durchaus ein Faible für Spaß und Eleganz, denn ganz nebenbei macht sie noch Showtanz!
Sie hat sich jetzt entschlossen, eine Lehre als Verkäuferin einzugehen. Wer würde sich von der starken und charmanten Karowerin nicht gerne bedienen lassen?

Babys und Senioren
Pia Joseph hingegen ist gerade „solo“, denn, so ihre Freundin, „sie hat sehr hohe Anforderungen an einen Freund. Er muss gut aussehen, soll stark sein und muss viel im Köpfchen haben.“ Bewerber sind also vorgewarnt! Beruflich ist die starke Pia gerade bei einem Pflegedienst aktiv. Hier muss sie sicher nicht lange mit sich ringen, um Senioren unter die Arme zu greifen, denn an „Muckis“ dürfte es ihr kaum fehlen. Die braucht sie bei ihrer weiteren Tätigkeit als Babysitter allerdings weniger, dafür aber Nerven und Hingabe.
Zudem ist sie im neuen Verein gerade dabei, ihre Trainerlizenz zu sichern.
Sportlich sind sich die beiden Freundinnen übrigens völlig einig: Wichtiges Ziel wäre, bei den Deutschen Meisterschaften zu überzeugen!